portfolio – originalwerke von ingaa.art

bei interesse schreib mir gerne an contact@ingaa.art

rote beete | berührungspunkte

wie so oft spielt sich dieses vierteilige gemälde auf zwei ebenen ab: der thematischen und der formalen.
typisch für meine werke und hier formal auch der fall ist, dass die teile unterschiedlich zusammengefügt und rearrangiert werden können. das hat zur folge, dass die gesamtheit des motivs nicht auf einmal erfasst werden kann. es gibt keine richtige oder falsche weise die gemälde zu arrangieren, stattdessen entscheidet die person, die die bilder aufhängt, was wahrgenommen und welche wirkung erzeugt wird - deine konstruktion des gesamtbildes ist veränderbar, subjektiv und arbiträr.
thematisch werden (in den farben eines rote beete salates) blasen dargestellt - manche berühren sich, andere nicht, manche sind isoliert oder sogar in einer anderen blase isoliert. genau, wie auch wir menschen verbunden oder isoliert oder sogar in einer gruppe von anderen isoliert sein können. aber vergiss nicht: deine Konstruktion der Realität ist veränderbar, subjektiv und arbiträr!

birth of light universum

serie: ursprung

ursprung entfaltet sich als vierteiliges, zyklisches bildsystem, das keinen festen anfang und kein ende besitzt. eie einzelnen arbeiten stehen in einer nicht-linearen beziehung zueinander und bilden ein offenes gefüge, in dem jede position zugleich zustand, übergang und möglichkeit ist.

die bildräume sind von einer kosmischen, instabilen bildlogik geprägt: formen wirken schwebend, organisch und zugleich strukturell. verdichtungen und auflösungen wechseln sich ab, sodass die bildfläche zwischen entstehung und zerfall oszilliert. organische motive, körperhafte formen und körperlose strömungen und eröffnen ein spannungsfeld zwischen werden, aushandlung und unbestimmtheit.

innerhalb der serie existiert ein gleichnamiges einzelbild ursprung, das aus dem zyklischen verbund herausgelöst wurde. es markiert keinen bruch im Sinne einer unterbrechung, sondern eine makroperspektive des systems: der kosmos scheint auf diesem bild ruhig und stabil - ständige bewegung und aushandlung ist notwendig, um stabilität herzustellen; veränderung ermöglicht konstanz.

ouroboros - die schlange beißt sich in den schwanz

die beiden ouroboros-bilder passen auf allen vier seiten zusammen und spiegeln damit in der form den inhalt des gemäldes: die schlange beißt sich in den schwanz und wird zu einer endlosschleife; die beiden bildteile passen und passen und passen und passen zusammen und werden zu einer endlosschleife.
gleichzeitig unterbricht dies die Wahrnehmung des motivs, denn es kann in keiner der hängungskombinationen vollständig wahrgenommen werden.

serie: band

hier geht es um verbindung: trotz kleiner verschiebungen an den kanten der bilder schlängelt sich ein band wie eine rosane schnur über die drei werke - verbindung besteht über brüche hinweg. das werk funktioniert nicht linear: jeder teil kann anfang, mitte oder ende sein. zusammen bilden sie ein geschlossenes, aber nicht abschließbares system.

legende

diese arbeiten fungieren als verdichtete symbole innerhalb meiner künstlerischen praxis - wir befinden uns auf der meta-ebene: motive wie die schlange, das ei und der fisch prägen meine symbolwelt und sind elementare bezugspunkte. die arbeiten stehen in einem spannungsverhältnis zwischen zeichen, legende und bild: sie sind zugleich referenz und eigenständige form, ausgangspunkt und echo innerhalb eines größeren, sich ständig verschiebenden systems.